Unser erster Stopp auf dem Roadtrip war Byron Bay. Nach sechs Monaten Großstadtleben in Sydney konnten wir es kaum erwarten, endlich loszufahren. Also rein in den Camper, raus aus dem Stadtverkehr und immer weiter Richtung Norden – Richtung Strand, Wellen und Freiheit.
Byron Bay hat uns allerdings nicht mit Postkartenwetter empfangen. Statt Sonnenschein gab es erstmal Regen, Wind und graue Wolken. Das hat der Vorfreude aber keinen Abbruch getan.
Natürlich ging der erste Blick direkt aufs Wasser. Mein Plan war eigentlich, das Wingfoil-Equipment auszupacken und die Bedingungen am berühmten „The Pass“ zu checken. Schnell wurde aber klar: Daraus wird nichts. Der Shorebreak war zu kräftig und mit dem aktuellen Wasserstand wäre es nahezu unmöglich gewesen, mit dem Wingmaterial vernünftig ins Wasser zu kommen.
Im Gegensatz zum australischen Sommer, etwa von August bis November, ist es zu dieser Jahreszeit deutlich seichter. Fürs Wellenreiten sind die Bedingungen dadurch oft richtig gut, für Wingfoilen dagegen fehlt es an Tiefe und der Wind ist meist zu unkonstant.
Also hieß es: Board wechseln und ab in die Wellen.
Mit unserem Parkplatz direkt oberhalb des Strandes hatten wir den perfekten Blick auf die verschiedenen Spots. Morgens beim Kaffee die Bedingungen checken und wenige Minuten später im Wasser sein – genau so stellt man sich das Camperleben vor.
Abseits der Surfspots gehört für mich der Lighthouse Walk zu den absoluten Highlights in Byron Bay. Der Weg führt entlang der Küste bis hinauf zum Leuchtturm und dauert etwa 40 Minuten. Viele machen ihn zum Sonnenaufgang, ich persönlich fand ihn zum Sonnenuntergang sogar noch schöner.
Oben angekommen wird man mit einem unglaublichen Blick über die Küste belohnt. Besonders beeindruckend ist die Aussicht auf Tallows Beach, einen endlos langen Strand mit konstanten Wellen und einem ganz eigenen Charakter. Allein für diesen Ausblick lohnt sich der Spaziergang.
Neben den vielen guten Cafés, kleinen Shops und der entspannten Atmosphäre hat Byron Bay einfach etwas Besonderes. Die Mischung aus Surfkultur, Natur und den typischen entspannten Hippie-Vibes macht den Ort zu einem absoluten Must-See an Australiens Ostküste.
Genau so stellt man sich einen Surftrip durch Australien vor.
Nur bei den kostenlosen Campingplätzen hätte Byron Bay ruhig etwas großzügiger sein dürfen.